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Einen ansprechenden und fesselnden Blogbeitrag zu schreiben ist meist schwerer als zunächst angenommen. Suchmaschinenoptimierte Texte, Keywords, Überschriften und sonstige Formatierungen haben einen essenziellen Einfluss auf die Auffindbarkeit im Netz, bieten jedoch zunächst keinerlei sichtbaren Mehrwert für den Leser. Zwar sollten diese Punkte keineswegs vernachlässigt werden, dennoch sind Struktur, Wortklang und Informationsgehalt von großer Bedeutung. Du möchtest den perfekten Blogtext schreiben, aber dir fehlt noch die richtige Vorgehensweise?

Wir verraten dir, wie du deinen Wunschartikel Schritt für Schritt umsetzt und diesen für deine Leser besonders schmackhaft machst.

Schritt 1: Ziehe deine Leser mit der Überschrift in deinen Bann

Die Überschrift ist das erste, was dein Leser sieht, wenn er deinen Blog besucht. Phrasen wie „Alle Infos zum Thema…“ oder „Hier findest du…“ stechen nicht aus der Masse heraus und werden folglich seltener aufgerufen als solche Beiträge, die durch Witz und Charme überzeugen.

Doch wieso ist die Überschrift so wichtig?

Wie bereits erwähnt, entscheidet die Überschrift darüber, ob eine Person deinen Blogbeitrag anklickt oder eben nicht. Diese ist später nicht nur in den sozialen Medien sichtbar, sondern auch in Suchmaschinen wie beispielsweise Google. Wenn 3 Eigenschaften deine Überschrift beschreiben sollten, dann sind es folgende:

  • Einzigartig
  • Informativ
  • Dringend

Dein Leser soll demnach das Gefühl erhalten, dass er durch deinen Beitrag einen großen Nutzen erhält und er ohne diesen vermutlich etwas verpassen würde.

Das richtige Brainstorming vorab

Manchmal fällt die Idee für eine Überschrift regelrecht vom Himmel – manchmal finden wir auch nach Stunden keine geeigneten Worte. Umso wichtiger ist es, auf das richtige Brainstorming zu setzen. Suche dir zunächst ein Thema, über das du schreiben möchtest. Du hast dieses bereits gefunden? Prima!

Damit dein Artikel auch in den Suchergebnissen auftaucht, kannst du nun erste Stichworte zu dem jeweiligen Thema suchen und diese in ein geeignetes Keyword-Tool eingeben. Im Tool werden dir sowohl die Chancen für die Auffindbarkeit als auch der Konkurrenzwert angezeigt. Um all deine Ideen zu sammeln, kannst du kostenlose Programme wie Evernote oder Trello  nutzen. Stimmen Keywords, Wortklang und Informationsgehalt deiner Überschrift überein, kann es an die Einleitung gehen.

Schritt 2: Die Einleitung gibt eine Vorschau auf den Text

Eine Einleitung kann die verschiedensten Formen haben, sollte jedoch stets Lust auf mehr machen. Gehe in den ersten Sätzen auf das jeweilige Thema ein und versuche dich möglichst konkret zu halten. Um deinem Leser das Thema zu verbildlichen, kannst du Metaphern ziehen, die es einfacher machen, sich in das Thema einzufinden. Verbildlichungen sind meist leichter zu verstehen als trockene Theorie, die man noch aus Schultagen kennt.

Wie lang darf die Einleitung sein?

Niemand möchte eine Einleitung, die 200 Wörter oder mehr beinhaltet. Grund dafür ist, dass der Leser deinen Beitrag besucht, um Informationen zu erhalten. Die Einleitung dient hingegen nur einer ersten Vorschau. Bei 200 Wörtern müssen die Besucher deines Blogs entsprechend sehr geduldig sein.

Idealerweise hältst du die ersten Sätze kurz und beschränkst dich auf maximal 100 Wörter. Doch auch kürzere Varianten sind möglich, solange du dabei beachtest, einen guten Vorgeschmack auf das Thema zu geben.

Die Keywords bitte nicht vergessen!

Auch hier solltest du dein zuvor ausgewähltes Keyword nicht vergessen. Baue dieses relativ am Anfang ein, in jedem Fall aber im ersten Abschnitt. Viele CMS-Systeme und die dafür passenden Plugins geben dir beim Einpflegen den Hinweis, falls du das Keyword zu Beginn nicht im Text erwähnt hast. Gerade zu Beginn sind die Plugins eine gelungene Unterstützung.

Schritt 3: Recherche, Recherche und noch mehr Recherche

Die Recherche ist das A und O für deine Blogartikel. Soll der Beitrag einen echten Mehrwert liefern, nutze andere erfolgreiche Seiten und suche dir nachweisbares Wissen zusammen. Dieses sollte aus seriösen Quellen stammen und wahlweise mit Quellenangabe belegt werden können. Legst du Fakten, Studien oder ähnliche Sachverhalte nieder, belege diese, um deinen Inhalt zu verifizieren.

Du hast dich für ein Thema entschiedenen, aber es zählt eigentlich nicht zu deinem Fachgebiet? Das macht nichts. Die Recherche ist in der Texterbranche dein bester Freund. Damit diese reibungslos vonstattengeht, solltest du folgende Punkte beachten:

  1. Nutze die richtigen Suchbegriffe bei Google
  2. Rufe dir seriöse Seiten in einem neuen Tab auf
  3. Nutze so viele Quellen wie möglich (empfehlenswert sind mindestens 10)
  4. Lese dir die Informationen der Seiten ausführlich durch
  5. Vertiefe dein Wissen und beginne mit deinem Text

Schritt 4: Blogtext schreiben mit der richtigen Struktur

Ein gut geschriebener Text spricht fast schon für sich. Doch einfach als Blockabsatz hochgeladen, ohne jegliche Formatierungen, wird auch der beste Blogtext zum Flopp. Jeder Artikel benötigt eine übersichtliche Struktur, sodass Besuchern und Lesern deiner Webseite umgehend ersichtlich ist, wo sie die benötigten Informationen finden. Hilfreich sind dabei:

  • Fettgedruckte Wörter zum Hervorheben
  • Zitate und Redewendungen in Kursiv halten
  • Alle 5 bis 6 Sätze einen Absatz machen
  • Nach Zwischenüberschriften mindestens 150 bis 300 Wörter schreiben
  • Überschriften in H1, H2, H3 und bei Bedarf H4 aufteilen

Die Lesbarkeit deines Blogartikels nimmt innerhalb kürzester Zeit und mit nur wenigen Handgriffen rapide zu. Optional kannst du ein Inhaltsverzeichnis integrieren, sodass Personen mit einem Klick zum Wunschabschnitt in deinem Text gelangen.

Schritt 5: Bilder und Videos sind Balsam für das Auge

Stelle dir einmal vor, du suchst nach Informationen im Internet. Du stößt auf eine vielversprechende Seite und bist hoch motiviert, die passende Antwort auf deine Frage in Form eines Artikels zu lesen. Doch Moment – im Artikel herrscht ein großes Wort-Wirr-Warr und deine Augen werden müde und schwer.

Was viele bereits kennen, hat einen einfachen Hintergrund. Der Beitrag ist zu überladen und es fehlt an Bildern, Videos oder Grafiken. Wie bereits in Schritt 4 erwähnt, sind Unterbrechungen essenziell, wenn es um den Lesefluss geht. Bilder können Geschriebenes verdeutlichen bzw. unterstreichen und sind eine gelungene Abwechslung für das Auge.

Du weißt nicht wie du ein Thema verschriftlichen sollst und deine Wörter wirken eher wie ein großes Durcheinander, statt den Inhalt auf den Punkt zu bringen? Ist es dir möglich, Videos in deine Blogtexte zu integrieren, nutze diese Möglichkeit. Videos können meist innerhalb weniger Sekunden das auf den Punkt bringen, was du seit 2 Absätzen versuchst zu erklären. Unterhalte deine Leser und biete einen echten Mehrwert.

Gibt es weitere Vorteile durch Bilder?

Auch für die Auffindbarkeit hat das ein oder andere Bild so manchen Vorteil. Versehe deine Bilddatei daher stets mit deinem Keyword. Alt-Text oder Beschreibung sollten ebenfalls ausgefüllt werden und bestenfalls das Bild auf den Punkt beschreiben. Der Alt-Text darf somit gerne als ganzer Satz formuliert werden.

Schritt 6: Verweise auf andere Blogbeiträge

Ist der erste Interessent auf deiner Seite gelandet und liest sich einen deiner Blogbeiträge durch, ist es ratsam, direkt auf passende weitere Artikel von dir zu verweisen. Wichtig hierbei ist, nur themennahe Texte zu verlinken.

Nehmen wir diesen Beitrag als Beispiel:

„So wird das Blogtext schreiben zum Kinderspiel“

Würde ich von hier aus auf andere Beiträge des Blogs verlinken, so würde ich vorzugsweise die Themen wählen, die das Schreiben, die Keyword-Recherche oder die Themenfindung betreffen. Artikel, wie über das Influencer Marketing, haben in diesem Fall keinen Zusammenhang zum Text – das merkt auch der Leser.

Sollen nur eigene oder auch externe Beiträge verlinkt werden?

Eine Frage, die ich immer wieder erhalte, ist, ob auch externe Seiten verlinkt werden sollen. Grundsätzlich schafft diese Möglichkeit meist deutlich bessere Ranking-Erfolge. Google fokussiert sich auf den gesamten Link-Bau, hierzu zählen entsprechend nicht nur interne, sondern auch ausgehende Links zu anderen Seiten. Doch welche Qualität sollten diese haben? Vermeide unbedingt auf unseriöse oder veraltete Artikel zu verweisen. Seriöse, hochwertige Quellen haben hier höchste Priorität. Auch bei externen Links ist es wichtig, nur Seiten zu verlinken, die sich in eurer Nische befinden. Betreibt ihr einen Mode-Blog, wäre es kontraproduktiv auf Food-Blogs zu verlinken – es sei denn eure Kleidung besteht aus Lebensmitteln ?.

Wie bewertet Google euren Blogtext bzw. Domain?

Google überprüft im Hintergrund deine gesamte Domain und somit auch, ob du echte Weiterempfehlungen äußerst oder nur übertriebenes Link-Building betreibst. Google stuft deine Seite bei übermäßigem Link-Ausbau wie folgt ein:

  • Hinweis, dass unnatürliche Links verwendet werden
  • Hinweis und erster Rankingverlust durch unnatürliche Links
  • Rankingverlust, bis hin zur De-Indexierung der Seite

Erhältst du eine solche Meldung, solltest du entsprechend sofort handeln und dein Vertrauen bei Google wieder neu aufbauen.

Fazit – Blogtext schreiben kann so einfach sein

Auch wenn insgesamt sechs Schritte äußerst mühsam wirken, ist die Kernaussage deutlich kürzer zusammengefasst. Ein Blogbeitrag lebt von einer guten Struktur und Unterbrechungen in Form von Tabellen, Aufzählungen, Bildern und Videos. Biete deinem Leser einen Mehrwert, sodass dein Blog an Authentizität gewinnt. Und wer weiß – die ein oder andere Person verirrt sich anschließend sicher des Öfteren auf deine Webseite.

Wir wünschen dir viel Erfolg beim Verfassen!